
Neuseelands Nordinsel – Unsere persönlichen Tipps: Von Auckland und dem Northern Territory bis nach Wellington
Kia Ora aus Auckland, der größten Stadt Neuseelands und Startpunkt für viele Reisende. Grund dafür ist das große Angebot an Working Holiday Jobs aber auch die Auswahl an günstigen Mietwagen und Camper – falls ihr vorhabt ein Auto zu kaufen, dann macht es am besten in Auckland. Nach einem 26 Stunden Flug mit Air New Zealand und einem 15 Stunden Zwischenstopp in Abu Dhabi inklusive Übernachtung am Flughafen sind auf der anderen Seite der Erdkugel angekommen. Der erste Blick aus dem Flugzeugfenster hat uns witzigerweise totale Irland-Vibes gegeben: dunkle & wilde Sandstrände, tiefgrüne Küstenwälder und eine sanfte Hügellandschaft – der Anfang einer außergewöhnlichen Zeit. Freut euch auf unsere persönlichen Reisetipps und auf atemberaubende Ausflugsziele im Land der Farne und Vulkane.
Besorgt euch schon im Vorfeld Melatonin aus der Apotheke, dass euren Schlafrhytmus wieder in die richtige Laufbahn bringt. Es ist ein körpereigenes Hormon, dass vom Gehirn ausgeschüttet wird, sobald es dunkel wird – nimmt es also am besten 30 – 60 Minuten vor dem schlafen gehen. Uns hat es auf dem Weg von Kanada nach Paris wirklich gut geholfen.
Wir haben aus organisatorischen Gründen eine Woche in Auckland verbracht (Autokauf), aber würden euch mindestens 3 – 4 Tage für Sightseeing-Ausflüge empfehlen. Vor allem aber auch, um erst mal in der Zeitzone anzukommen – immerhin ist der Zeitunterschied zu Deutschland stolze 10 Stunden
Was du bei der Ankunft in Neuseeland beachten solltest
- Visum – Ihr werdet noch in Deutschland/Europa am Flughafen nach eurem Visum gefragt, haltet also immer griffbereit. Ohne gültiges Visum dürft ihr nicht an Board. Weitere Infos zu den verschiedenen Visen findet ihr auf der offiziellen Government-Webseite oder in unserem Beitrag.
- Arrival Card – Kurz vor der Landung in Neuseeland müsst ihr eine Arrival Card ausfüllen und angeben, ob ihr Obst, Nüsse, Trockenfrüchte oder auch Wanderschuhe oder eine Campingausrüstung dabei habt – falls ja, müsst ihr durch die Biosecurity Kontrolle
- Biosecurity Kontrolle – Nachdem ihr euer Gepäck abgeholt habt, geht es für euch durch die Biosecurity Kontrolle. Euer Gepäck wird regelrecht auseinander gepflückt und es gibt sogar Spürhunde die eingesetzt werden – Neuseeland ist wirklich streng was die Einreise angeht, gibt also lieber zu viel als zu wenig an und plant etwas Zeit ein. Achtet darauf das keine Pflanzenreste oder Erde an eurer Ausrüstung kleben.
Es gibt leider keine direkte Zugverbindung in die Stadt bzw. müsst ihr zuerst den AirportLink Bus zur Puhinui Station nehmen und könnt dann von dort mit dem Zug in die Innenstadt fahren – die Busfahrt zur Station kostet euch um die 7 NZD pro Person. Vorher braucht ihr aber noch eine HOP-Karte, die ihr an den Automaten vor dem Flughafen kaufen und einfach aufladen könnt.
Einfacher ist es erst mal mit der Kreditkarte oder auch mit Apple Pay zu bezahlen – euch wird dann der entsprechende Betrag einfach abgebucht. Falls ihr vergessen solltet euch „auszustempeln“ wird einfach eine automatische pauschale von maximal 7 NZD pro Tag abgebucht. Die HOP-Karte könnt ihr euch dann in aller Ruhe in der Stadt kaufen.
Tipp: Ladet euch die AT Mobile App runter, um eure Wege besser planen zu können und eine Übersicht über alle öffentlichen Verkehrsmittel haben zu können inklusive Sharing Cars, Scooters und Fahrräder. On Top kommt die Übersicht eures Guthabens – ein gamechanger für alle, die gut vorbereitet sein wollen.
Wir hatten ein kleines aber sehr modernes Airbnb inklusive Gemeinschaftspool im Innenbereich und einer kleine Sauna. Die Aussicht auf dem Sky Tower vom Balkon aus war aber definitiv die Kirsche auf dem Eisbecher – übrigens der höchste Fernsehturm der Südhalbkugel. Wir haben im Vergleich zu anderen Unterkünfte relativ wenig bezahlt und waren auch nicht weit entfernt von der Stadt.
Wer eher etwas für den kleinen Geldbeutel sucht, kann für 150 NZD ein privates Doppelzimmer im super modernen LyLo Auckland Hostel buchen – ab 3 Nächten bekommt ihr auf ihrer Webseite einen Nachlass von 10%. Freunde von uns haben dort übernachtet und waren echt happy. Wir haben sie dort besucht und wirklich alle Altersklassen angetroffen, was unserer Meinung nach schon für sich spricht.
Das Glas-Gebäude wurde 2022 neu gebaut und hat einen super schönen und großen Aufenthaltsbereich, eine hauseigene Bar, eine große und offenen Küche und sogar einige Workspace Plätze – ein cooles Konzept, besonders wenn man andere Reisende treffen aber trotzdem noch einen gewissen Komfort haben möchte.

Alle Aucklands Highlights auf einen Blick
- Sky Tower
- Devonport – Vicoria Lookout
- Auckland Domain Park | Botanical Gardens – Domain Wintergardens
- Stadtfriedhof Symonds Street
- War Memorial Museum
- Bowen Avenue Albert Park
- Viaduct Harbor
- Night Market Wynyard Quarter
- Harbour Eats – günstiges und gutes Essen „to go“
- Britomart – Lichterketten und Backsteinhäuser
- All Black Rugby Game im Eden Park
- Auckland Art Gallery
- Auckland University
- Aotea Square
- Silo Park
- Auckland Fish Market
- Ferry Building
1. Auckland – Der Sky Tower & die funkelnde Skyline
An unserem ersten Tag haben wir uns zu aller erst den Sky Tower angeschaut, da er für uns auf dem Weg in die Stadt gleich mal auf dem Weg lag – übrigens Aucklands Wahrzeichen Nr.1. Für 47 NZD pro Erwachsener kommt ihr bis ganz nach oben auf das Sky Deck – euch erwartet neben der schönsten 360° Aussicht auf den Hafen, die Stadt und die Inseln Waiheke und Rangitoto auch ein Glasboden, durch den ihr das treiben unter euch beobachten könnt. Vor allem Abends ist die Aussicht auf die funkelnde Stadt ein absolutes Highlight – ein Level weiter unten findet ihr übrigens eineBar, wo ihr auch alkoholische Getränke bekommt.
Das soll aber noch nichts alles sein, denn der Turm ist außerdem weltweit bekannt für den Sky Walk & Sky Jump. Richtig gehört! Ihr könnt auf Neuseelands höchstem Gebäude einen Spaziergang machen (ca. 215 NZD pro Erwachsener) oder von ihm runter springen (ca. 330 NZD pro Erwachsener – 190 Meter in die tiefe zu springen ist definitiv nichts für schwache Nerven. Außerdem gibt es keinen Handlauf und ihr steht komplett frei – Adrenalin pur!
Wer die funkelnde Skyline und den Sky Tower von einer anderen Perspektive sehen möchte, kann ins gegenüberliegende Devonport zum Mount Victoria fahren. Von der Princess Warft aus fährt jede halbe Stunde eine Fähre und kostet hin- und zurück 14 NZD pro Person (HOP-Karte). Der Sonnenuntergang aber auch die Skyline bei Nacht ist ein absoluter Traum – übrigens auch super beliebter Spot bei Einheimischen. Für den Aufstieg braucht ihr nur 10 – 20 Minuten (super leicht) – leider gibt es keine Möglichkeiten hoch zu fahren (Schranke). Oben angekommen möchte man nicht mehr so schnell wieder runter, nimmt euch daher etwas warmes zu trinken und ein paar Snacks mit (kann auch sehr windig werden).
Devonport selbst hat eine total entspannte und gemütliche Atmosphäre – auf dem Weg zum Mount Victoria kommt ihr an vielen kleinen Cafés, Boutiquen und Restaurants vorbei. Es gibt außerdem einige Wanderwege und süße kleine Strände mit Blick auf Rangitoto Island.

1.2 Botanischer Garten, Mumien & Dinosaurier
Am nächsten Tag sind wir gleich früh morgens in Richtung Auckland Domain Park. Er liegt zwar auf der anderen Seite der Autobahn ist aber gut zu Fuß zu erreichen. Bevor es aber los geht könnt ihr vorher noch bei Remedy Coffee und gemütlicher Wohnzimmer-Atmosphäre frühstücken. Es gibt Bücherregale, Brettspiele und super leckeren und hochwertigen Kaffee. Sehr beliebt ist der Dirty London Fog – ein Earl Grey Tee mit aufgeschäumter Milch und Vanillesirup. Außerdem gibt es super leckere Lachs-Bagels, Avocado-Sandwiches und eine relativ große Auswahl an veganen und glutenfreien Optionen.
Anschließend könnt ihr auf dem Weg auf dem gruseligen alten Stadtfriedhof aus dem Jahr 1842 an der Ecke Symonds Street vorbei schauen – dort steht unter anderem das Grab von Hobson, der erste Gouverneur Neuseelands und Mitunterzeichner des Waitangi Vertrags zwischen den Māori und den ersten Siedlern. Mit der Stadtkulisse im Hintergrund ein echt surrealer Ort.
Der Auckland Domain Park liegt auf einem erloschenen Vulkan und ist Neuseelands ältester Stadtpark. Er war ursprünglich als Botanischer Garten geplant und wurde zur Erforschung exotischer Pflanzen genutzt – überall stehen uralte Bäume und es gibt zwei wunderschöne botanische Gewächshäuser aus dem Jahr 1913. Sie wurden im Art-Déco Stil gebaut und sind unserer Meinung nach einer der schönste Orte in Auckland – übrigens auch ein beliebtes Ziel für Fotografen.
Nicht weit entfernt von den Domain Windergardens liegt das War Memorial Museum in einem gewaltigen neoklassizistischen Gebäude mit antiken, griechischen Säulen und breiten Treppenstufen. Von der Treppe habt ihr übrigens eine traumhafte Aussicht auf den Sky Tower – vor allem bei Sonnenuntergang ein super schöner Platz um den Tag ausklingen zu lassen. Im Museum selbst erwartet euch direkt am Eingang zwei gigantische T-Rex Skelette und viele originale Māori-Artefakte wie Kriegswaffen, „Waka“-Kriegsschiffe und handgeschnitzte „Wharenui“-Versammlungshäuser. Es gibt aber auch eine Ausstellung für Naturkunde- und Stadtgeschichte – die Mumie auf dem Bild war nur eins von vielen Highlights.
Tipp: Mit dem Working Holiday Visum bekommt ihr freien Eintritt in das Museum. Ihr müsst aber gleichzeitig auch in Auckland wohnt bzw. arbeiten. Haltet an der Kasse unbedingt euer Visum und ggf. eine Adresse bereit, ansonsten kostet euch der Eintritt ins Museum zwischen 28 – 32 NZD pro Erwachsener.
Ein weiterer richtig schöner Park in Auckland ist der Albert Park. Er ist zwar nicht allzu groß, hat aber dafür eine der schönsten Aussichten auf den Sky Tower – vor allem von der Bowen Avenue! Direkt nebenan liegt der märchenhafte Glockenturm der University of Auckland, der uns ein wenig an die Sagrada Familia Kathedrale in Barcelona erinnert hat. Auch die Wohngegend mit ihren historischen, viktorianischen Häusern ist super sehenswert und wirkt fast wie eine Oase in der hektischen Großstadt – perfekt um kurz mal durchzuschnaufen. Im Park trifft man auf viele Locals, die entspannt auf der Wiese liegen oder auf Grüppchen, die sich einfach miteinander austauschen. Wer Lust auf ein wenig künstlerische Inspiration hat, kann ganz in der Nähe in die Auckland Art Gallery – der Eintritt ist übrigens kostenlos.
Die besten Frühstücksmöglichkeiten am Albert Park: Wer viel Wert auf hausgemachte und schön angerichtete Gerichte legt, sollte bei Scarecrow oder Chuffed vorbeischauen. Scarecrow ist nicht nur ein gemütliches Cafè, sondern auch ein Blumenhändler/ Feinkostladen mit lokale Lebensmittel & Geschenkartikeln. Chuffed ist vom Stil etwas moderner und liegt versteckt in einer Seitengasse. Neben Veganen Optionen bekommt ihr dort auch Egg Benedict auf einem Hash Brown (Ei mit Sauce Hollondais auf eine Art Kartoffelpuffer) – unser Favorit

1.3 Aucklands Hafenviertel -Briotmart & der hippe Viaduct Harbour
Der Viaduct Harbour war ursprünglich ein industrieller Fischereihafen und zählt heute zu den angesagtesten Vierteln Aucklands – mit vielen coolen Bars und Restaurants direkt an der Hafenpromenade. Wer sich mal etwas gönnen möchte, kann entweder das White + Wong’s, das Bivacco mit super leckerer Pizza und Pasta oder das Hello Beasty mit moderner Asia-Fusion-Küche ausprobieren. Zu einer der beliebtesten Bars gehört definitiv die Dachterrasse von Dr Rudi’s Brewery, von der aus ihr einen direkten Blick auf den Hafen habt – neben der legendären Dachterrassen-Aussicht gibt es auch leckere Frozen Espresso Martinis sowie hauseigenes Bier.
Wer gerne abseits der üblichen Pfade unterwegs ist, sollte unbedingt im gegenüberliegenden Wynyard Quarter vorbei schauen. Dort findet ihr neben dem Auckland Fish Market mit seiner Foodhalle für Fisch- und Austerngerichte sowie dem Auckland Night Market mit asiatischem Streetfood auch einige richtig coole Restaurants und Bars – und das oft zu etwas günstigeren Preisen. Bei Gelegenheit könnt ihr im Good Luck Coconut fancy Tiki-Cocktails trinken oder im Feriza’s leckere türkische Fleischspieße und Baklava-Desserts verschlingen. Direkt an der Wynyard Promenade stehen außerdem die gigantischen Betonsilos, die früher zur Lagerung von Getreide und Öl genutzt wurden und heute ein besonders cooler Ort für Kulturveranstaltungen sind – unter anderem für das bekannte „Silo Cinema“.
Good to know: Der Auckland Night Market findet jeden Tag in einem anderen Stadtviertel statt. Der erste – auf dem wir waren – lag einfach in einer Tiefgarage unter einem Woolworths. Wir waren uns anfangs nicht mal sicher, ob wir am richtigen Ort sind, und sind dann einfach der Menschenmenge gefolgt. Wir wurden überrascht, denn die Tiefgarage war voller Locals und an jeder Ecke gab es ein anderes leckeres Gericht zu günstigen Preisen – von Dumplings und gefüllten Bao Buns über gebratene Nudeln bis hin zu Fleischspießen. Es gab zwar auch mexikanisches Essen und Burger, aber überwiegend asiatische Küche.
Wieder in Richtung Stadtzentrum kommt ihr an der Promenade an einem weiteren Wahrzeichen der Stadt vorbei – dem rot-goldenen Ferry Building. Besonders bei Sonnenuntergang sieht das alte Gebäude mit seinen warmen Farben super schön aus und ist daher definitiv einen kleinen Stopp wert. Geht ihr weiter in Richtung Pier, könnt ihr euch anschließend noch das Kunstobjekt „The Lighthouse“ anschauen – ein kleines Wohnhaus, dass im inneren mit bunten Neonlichter super cool beleuchtet wird.
Unser letztes Ziel des Abends war der Britomart – ein ehemaliges Hafen/-Lagerhausviertel mit vielen Backstein-Häusern aus dem späten 19 Jahrhundert. Dort findet ihr – wie wie auch schon im Viaduct Harbour – einige richtig coole Bars, luxuriöse Shopping-Möglichkeiten, Nachtclubs und feinschmecker Restaurants. Besonders beliebt ist das Amano (italienischer Küche) und das Cafè Hanoi (viatnameische Küche). Alles in allem hat uns die Gegend ganz gut gefallen – vor allem Abends könnt ihr super schöne Bilder von den Lichterketten zwischen den Backstein-Häusern machen. Wir sind aber eher einfach gestrickt, daher sind die ganzen Designer-Läden und feinschmecker Retsuaurants nicht so unser Ding.
Eine Straße weiter findet ihr die berühmte Eisdiele „Giapo„, die sich durch ausgefallene Waffelkreationen in Auckland einen Namen gemacht hat. Da wir uns aber in einer teure Gegend Aucklands befinden, müsst ihr euch auch hier auf saftige Preise einstellen – eine normale Eiskugel kostet euch an die 10 NZD und eine ausgefallene Eiskreation wie die Colossal Squid Waffel stolze 39 NZD. Immerhin sind alle Zutaten Bio und es gibt sogar Vegane und Glutenfreie Optionen.
Richtig gute, individuelle Cocktails bekommt ihr im Caretaker. Die Bar ist vor allem für ihre Drinks aus der Golden Era der Barkultur bekannt und punktet mit einer super gemütlichen Retro-Atmosphäre: Live-Musik, Ledersessel und viel dunkles Holz. Ein klassisches Cocktailmenü sucht man hier übrigens vergeblich – stattdessen werdet ihr nach euren Geschmacksvorlieben gefragt und das Barteam mixt euch daraufhin euren ganz persönlichen Drink. Preislich liegt die Bar eher im höheren Segment, Bier gibt es aber schon ab 10 NZD und Cocktails ab etwa 19 NZD.
Neuseeländisches Ruggby: Falls ihr die Möglichkeit habt, dann schaut euch unbedingt ein Rugby Spiel in der Eden Arena an! Wir waren im Halbfinale dort, als die Australian Wallabies gegen die neuseeländische All Blacks gespielt haben und was sollen wir sagen: Es war ein unvergessliches Erlebnis! Wir haben unsere Tickets damals schon für ca. 100 NZD pro Erwachsener bekommen – sucht einfach direkt auf der Homepage nach entsprechenden Angeboten. Warum das Spiel aber so außergewöhnlich war: Zu beginn führt die neuseeländische Mannschaft den weltbekannten „Haka„ Kriegstanz auf. N neben dem schon fast exorzimusartigen Augenrollen und dem rausstrecken der Zunge wurde auch eine Art kriegerischer Tanz aufgeführt – für uns ein unvergesslicher Moment und ein absolut authentisches Neuseeland-Highlight.
Ruby-Fans aufgepasst: Wenn ihr die Chance habt, solltet ihr unbedingt ein Spiel in der Eden Arena mitnehmen! Wir waren beim Halbfinale, als die Australian Wallabies gegen die neuseeländischen All Blacks gespielt haben – und was sollen wir sagen: es war ein unvergesslicher und absolut authentischer Neuseeland-Moment für uns! Unsere Tickets haben damals rund 100 NZD pro Person gekostet – am besten schaut ihr direkt auf der Homepage nach den aktuellen Angeboten. Das absolute Highlight war der legendäre Haka vor Spielbeginn – ein weltbekannter Kriegstanz der All Blacks mit fast schon exorzimusähnlichem Augenrollen und herausgestreckter Zunge.
Zentrale Food Spots für den kleineren Geldbeutel
- Harbour Eats – Ein Paradies für alle Food-Liebhaber! Hier bekommt ihr von griechischen Souvlaki, chinesischen Dumplings und vietnamesischen Phò Suppen auch argentinische Empanadas, hawaiianische Poke Bowls und auch Burger – unser Favorit
- Tanpopo Ramen – Super authentisches japanisches Restaurant, dass für die besten und günstigsten Ramensuppe der Stadt bekannt ist
- Fat Puku`s Smashed Burgers (Queens Street) – Dort bekommt ihr super leckere Pulled Pork Burger, Loaded Fries mit Jalapenios und Schmelzkäse sowie filmreifen Milkshakes
Food-Spots in der Mount Eden & Onehunga Region
- Taco Loco Cantina – Unfassbar leckere Tacos und Quesedillas | Specialdrink: Michelada – Tomatensaft mit scharfer Tabasco Soße, Chilirand, Limette und einer umgedrehten Coronaflasche
- Belly-Worship (Dominion Road) – Dumpling-Paradies und berühmte chinesische Burritos
- Circus Circus – Ikonisches Zirkus-Café aus den 90er Jahren mit nostalgischer Stimmung und großem Frühstücksbuffet (Abendessen)
- Saltwater Burger Bar – Gourmet Burger mit ausgefallenen Zutaten | besonders beliebt ist die Peach BBQ Sauce
- Ollies Ice Cream & Eating House – American Style Retro-Eisdiele
Food-Spots in Ponsoby & Grey Lynn
- El Sizzling Chorizo – Argentinisches Steakhouse mit Steak-Burgern & Empanadas
- The Blue Breeze Inn – Legendären Bao Buns (knuspriges Schweinefleisch mit eigelegten Gurken) & Wontons
- Ben & Jerry’s – Große Auswahl an Geschmacksrichtungen & Waffeln
- Queenies Cafe & Vino – Super schönes Efeu-Haus mit schön angerichteten Gerichten
- The Greek House Restaurant – Original griechische Fleischspieße und & Feta-Salate
Bay of Islands ähnlich zu Waiheke & Rangitoto Island
1.4 Highlights in der Auckland-Region: Rangitoto & Waiheke Island – die Urlaubsinseln der Einheimischen
Alle Highlights in der Umgebung von Auckland auf einen Blick
- Waiheke Island – Stoneridge Vineyrad | Mudbrick Vineyrad | Casita Miro | Poderi Crisci
- Rangitoto Island – Summit Track | Lava Cave
- Waitakere Ranges Nationalpark Strecke Whatipu Beach & Piha Beach
- Whatipu Beach | Gibbons Track
- Piha Beach | Piha Beach Surf School
- The Keyhole Natural Tunnel
- Blue Pools
- Tasman Lookout
- Kitekite Flals
- Mercer Bay Loop Walk
Rangitoto & Waiheke Island sind zwei super unterschiedliche und sehr beliebte Ausflugziele in der Umgebung von Auckland – viele Einheimische verbringen hier ihren Urlaub, was die Preise natürlich in die Höhe treibt (besonders auf Waiheke Island). Was beide Inseln unterscheidet und so besonders macht: Waiheke Island hat über 30 Weingüter und gilt als einer der schönsten, mediterranen Weininseln Neuseelands – die Insel ist sehr gut erschlossen was Busverbindungen angeht und es gibt viele Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten.
Ragnitoto Island dagegen ist eine wilde Vulkaninsel und Heimat einer der größten Pohutukawa-Wälder Neuseelands – ihre leuchtend roten „pompom-Blüten“ blühen immer zur Weihnachtszeit, daher wird er auch „neuseeländischer Weihnachtsbaum“ genannt. Die exotischen Bäume findet man aber nicht nur auf der Insel, sondern eigentlich fast überall an der Küste der Nordinsel. Ansonsten könnt ihr auf der Inseln nur wandern, denn es gibt keine richtige Infrastruktur.
Wer sich die Insel trotzdem nicht entgehen lassen möchte sollte unbedingt den Rangitoto Summit Walk machen, der euch 1 Stunde lang hoch zum grün bewachsenen Vulkna-Kraterrand führt und euch mit einer 360° Aussicht auf Auckland und den Hauraki Golf belohnt. Vom Gipfel aus könnt ihr anschließend zu den Lava Caves laufen und die 600 Jahre alten Lavakanäle mit einer Taschenlampe und auf eigene Faust erkunden. Es gibt auch eine Küstenwanderung in Richtung McKenzie Bay Beach und dem weiß-roten Rangitoto Lightlouse – eine der beliebtesten Strecken an der Küste
Was euch auf beiden Inseln sonst noch erwartet: Atemberaubende Aussichten aufs Meer, einzigartige Wanderungen, erstklassige Vineyard-Restaurants und jede Menge Natur. Müssten wir uns aber eine herauspicken, dann wäre es wahrscheinlich Waiheke Island – alleine schon wegen der guten Infrastruktur und der vielen Vineyards. Wir waren leider auf keiner der beiden Insel aber haben es uns nicht nehmen lassen eine kleine Recherche mit den besten Weingütern zu machen und unsere Top 4 herauszupicken:
- Stonyridge Vineyard – Für 10 NZD könnt ihr eine Führung über die mediterrane Anlage inklusive Olivenplantage und 2 leckeren Bordeouxe Weinen machen (der Larose wurde übrigens international ausgezeichnet)
- Mudbrick Vineyard– Ein rustikales Anwesen mit einer einmaligen 360° Aussicht auf den Hauraki Golf – bei gutem Wetter könnt ihr sogar die Skyline von Auckland in der Ferne sehen. Sie legen super viel Wert auf Nachhaltigkeit und bauen in ihren Gärten saisonales Gemüse für das hauseigene Restaurant an – es gibt auch ein preiswerteres Bistro mit entspannter Gartenatmosphäre. Ab 30 NZD könnt ihr ein Waiheke Wine-Tasting mit 4 verschiedenen Weinen machen (klassisch französische Sorten)
- Casita Miro – Ein außergewöhnliches Weingut mit spanisch mediterranem Flair, Fiesta-Menü und einem „gewächshaus-ähnlichen“ Cellar-Room. Für 25 NZD könnt ihr eine Weinverkostung mit 5 verschiedenen Weinen machen. Besonderheit: Sie importieren originalen Sherry aus Spanien und bieten hierzu auch Weinbrand-Verkostungen an. Es gibt außerdem einen Garten mit Mosaik Skulpturen und Blick auf die Onetang Bay.
- Poderi Crisci – Ein italienisches Weingut mit mediterraner Küche und einem rustikalen, „efeu-bewachsenen“ kleinen Häuschen – der Fokus liegt auf slow food/slow lunch. Die Besitzer kommen aus Neapel und legen viel Wert auf Qualität, Nachhaltigkeit und Handarbeit – es wird also auf kleineren Flächen angebaut und weniger produziert. Wine-Tasting Touren werden nach Vereinbarung angeboten.
- Mehr Infos zu weiteren Vineyrads findet ihr auf Seite von Tourismus Waiheke
Fähre Waiheke Island: Die Fähre nach Waiheke Island kostet in der Hauptsaison 62 NZD pro Erwachsener (keine Autofähre) – ihr könnt die Tickets mit der AT HOP Karte direkt vor Ort an einer der Automaten kaufen. Die Überfahrt vom Downtown Ferry Terminal dauert ca. 40 Minuten. Anschließend könnt ihr mit dem Bus in die Stadt oder zu den Vineyards fahren. Eine einfache fahrt mit der HOP Karte kostet euch ca. 2 NZD pro Person und in den ersten 30 min. könnt ihr so oft umsteigen wie ihr möchtet, ohne drauf zahlen zu müssen. Der Netzplan und die Fahrzeiten findet ihr auf der Tourism Waiheke Webseite
Fähre Rangitoto Island: Die Fähre nach Rangitoto Island kostet euch hin- und zurück 60 NZD pro Erwachsener und bringt euch in ca. 25 Minuten auf die Insel. Es gibt keinen öffentlichen Verkehr und keine Shops, daher müsst ihr alles selber mitbringen.
1.5 Highlights in der Auckland-Region: Whatipu Beach – feuchter Regenwald trifft auf schwarzen Vulkansand
Vor unserem Roadtrip in Richtung Northland ging es für uns noch zu einem ganz besonderen Strand – dem Whatipu Beach. Ein relativ abgelegener schwarzer Sandstrand, der selbst noch unter Einheimischen als Geheimtipp & Wanderparadies gilt. Er liegt etwa eine Stunde südwestlich von Auckland und ist touristisch noch nicht so überlaufen wie der berühmte schwarze Surferstrand am „Piha Beach“.
Über eine abwechslungsreiche Straße kommt ihr von Auckland in die Waitākere Ranges – die kurvige, enge Straße führt euch vorbei an gigantischen Baumfarnen, steilen Felswänden und üppigen Regenwäldern. Angekommen am Whatipu Beach ist uns gleich die breite Dünen- und Flusslandschaft aufgefallen – und natürlich der super schwarz glitzernde Vulkansand. Es gibt außerdem viele coole Wanderwege durch den Regenwald inklusive Aussicht auf die Manukau Harbour und einen historischen Campingplatz direkt am Meer – der Whatipu Beach Campground auf dem wir gleich mal 2 Nächte geblieben sind.
Für eine Nacht zahlt ihr 10 NZD pro Erwachsener (super günstig) – es gibt kalte Outdoor-Duschen, kleine Kochnischen für schlecht Wettertage, Pit-Toilets und jede Menge grüner exotischer Pflanzen. Um zum Campingplatz zu kommen müsst ihr über eine 5 km lange Schotterpiste fahren, die aber auch sehr gut ohne Allrad machbar ist. Leider gibt keinen, bis sehr schlechten Internetempfang vor Ort (mit Glück auf dem kleinen Berg), was aber für 2 Nächte total in Ordnung ist. Nachdem wir am Abend vorher fast von Sandflies aufgefressen wurden – kein Scherz, zieht also lange Sachen an – haben wir am nächsten Tag eine 11 km lange Rundwanderung durch den Regenwald gemacht und wurden von der Schönheit des Nationalparks buchstäblich umgehauen.
Falls ihr den Pararaha Valley Track auch machen wollt, findet ihr den Einstieg direkt am Campingplatz (Start: Gibbons Track). Die Wanderung ist nicht sehr steil aber dafür recht lange – vor allem der letzte Abschnitt am Strand. Vom höchsten Punkt der Wanderung habt ihr eine atemberaubende Aussicht auf die Dünen- und Flusslandschaft des Whatipu Beach – außerdem kommt ihr auf dem Weg nach unten an vielen exotischen Pflanzen, glasklaren Bachläufen und riesigen Silberfarnen vorbei, die bis zu 10 Meter hoch werden können!
Unser Mittagspause haben wir direkt nach dem Abstieg am Pararaha Stream gemacht – wir mussten uns aber erst mal wie Indianer Jones einen Weg durch die ganzen Palmen und exotischen Pflanzen bahnen, was sich aber definitiv gelohnt hat. Die Aussicht auf das grüne Naturschutzgebiet ist unglaublich – vor allem auf die Waitakere Ranges. Geht ihr weiter kommt ihr an einer richtig coolen geschwungene Holzbrücke vorbei, die auf Stelzen mitten im Feuchtgebiet steht. Auch von dort habt ihr eine wunderschöne Aussicht auf die Waikatere Wanges, aber auch auf die umliegende Dünen- und Flusslandschaft – das Wasser ist so unfassbar klar, dass ihr selbst kleine Fische und alle möglichen Arten von Unterwasserpflanzen sehen könnt.
Anschließend führt euch ein Holzsteg durch die gefühlt endlos breite Dünenlandschaft, bis hin zum schwarzen Sandstrand am Whatipu Beach– stellt euch auf einen langen Rückweg zum Campingplatz ein – uns kam er zumindest wie eine Ewigkeit vor.
Hinweis zur Wanderung: Nehmt für den Rückweg unbedingt leichte Schuhe wie Flipflops oder Crocs mit, denn mit euren Wanderschuhen könnt ihr super schnell im Sand versinken. Außerdem müsst ihr einige Kilometer über den Sandstrand zurück laufen, was es nicht gerade einfacher macht.
1.6 Highlights in der Auckland-Region: Surfen am Piha Beach
Vom Whaitipu Beach ging es dann wieder 40 Minuten zurück in Richtung Titirangi, um an den Piha Beach zu kommen – es gibt vom Wahtipu Beach leider keine direkte Straße nach Piha, daher müsst ihr leider einen kleinen Umweg in kauf nehmen – der sich aber, wie oben schon beschreiben, wirklich lohnt!
Der Piha Beach ist der große Bruder vom Whatipu Beach (wenn man es überhaupt vergleichen kann) und vor allem bei Surfern super bekannt. In der Stadt gibt es einige kleine Surfer-Buden, in denen ihr Surfstunden nehmen könnt oder euch einfach selber ein Brett ausleihen könnt. Die Piha Surf School ist Pihas älteste Surfschule und kann mit einigen international ausgezeichneten Surflehrern glänzen – für einen Einsteigerkurs zahlt ihr je nach Kurs an die 80 NZD pro Erwachsener (ca. 1,5 Stunden) – was vom Preis her gar nicht schlecht ist.
Wir fanden den Strand zwar echt schön, aber konnten den „Hype“ darum irgendwie nicht ganz verstehen. Wir haben 2 Nächte auf dem Piha Camp in der Nähe vom Strand verbracht, der in der Hauptsaison übrigens komplett ausgebucht ist. Wir hatten aber Glück, da wir noch in der Nebensaison dort waren. Falls ihr mehrere Tage dort verbringen solltet, deckt euch am besten schon vorher mit Lebensmittel ein, da es außer einem kleinen Campingplatz-Store keine richtigen Supermärkte gibt. Zur Not bekommt ihr dort aber immerhin Eier, Milch und Toastbrot!
Am Strand selbst gibt es einige coole Höhlen und Felsspalten, die ihr euch bei einem Spaziergang am Strand genauer anschauen könnt – der Keyhole Natural Tunnel und der Blue Pool waren neben dem Lion Rock unsere Highlights. Zum Lion Rock kommt ihr übrigens nur wenn „low tide“ also Ebbe ist – eine Übersicht hängt meistens an der Campingplatz-Info.
Restaurantempfehlungen: Piha Memorial RSA – einmalige Aussicht von der Außenterrasse auf den Strand
Ausflugs-Empfehlungen: Der Mercer Bay Loop Walk – ca. 4 km vom Phia Beach entfernt und perfekt für einen kleinen Abendspaziergang mit Blick aufs Meer | Kitekite Falls – baden in natürlichen Becken | Tasman Lookout – super schöne Aussicht auf den Piha Beach und den Lion Rock